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Im Einsatz gegen den Chemnitzer SC Aufbau 95 mit Bettina Bensch, Selina Moses, Karin Timme (vorn rechts), Ulrike Richter, Christine Gebhardt und Judith Ruddat (mit dem Rücken zur Kamera)

Die Frauen von TUS Coswig 1920 haben auch in der letzten Doppelrunde am vergangenen Wochenende keinen Mannschaftspunkt mit nach Coswig entführen können und werden deshalb die 2. Damenbundesliga leider verlassen müssen. Das ist sehr schade, wobei in diesem Jahr wirklich das notwendige Glück und auch bisschen „Biss“ fehlte. Die Coswigerinnen waren mehrmals nahe dran, einen oder zwei Mannschaftspunkte mitzunehmen. Meist kam es dann aber zu knappen Niederlagen. Selbst gegen den nunmehr feststehenden Aufsteiger in die 1. Bundesliga, dem Chemnitzer SC Aufbau 95, wurde mit 2.5:3.5 nur knapp verloren.

Trotzdem hatte die Mannschaft auch ein paar sehr schöne und auch erfolgreiche Momente. Es waren eben dann eher die KLEINEN Freuden. Zu erwähnen wäre beispielsweise das sichere Remis von Bettina Bensch gegen die auf dem Papier deutlich stärkere internationale Meisterin Anne Czäczine aus Chemnitz. Das war eine super Leistung. Zudem waren die 3.5 Punkte aus 7 Partien von Christine Gebhardt am Brett 6 eine sehr gute Leistung. Im letzten und in diesem Jahr sammelte sie viel Turniererfahrung und das hat sich sichtbar ausgezahlt. Vor allem ist sie das Bedenkzeitproblem offensiv angegangen und da hat sie eine gute Lösung für sich gefunden. Daran müssen einige andere Spielerinnen noch weiter arbeiten. Toll war auch, dass fast jede Spielerin mal im Einsatz war und kaum jemand nur Niederlagen einstecken musste. Das hat gezeigt, dass wir doch noch ganz gut mithalten können, wenn es diesmal auch nicht ganz gereicht hat.

Verbesserungsbedarf besteht auch darin, gewonnene Partien wirklich in einen Brettpunkt umzuwandeln. Außerdem müssen wir noch daran arbeiten, die Zahl der Remis-Partien zu reduzieren. Mit 19 Remis sind wir dieses Jahr fast der Remiskönig geworden. Einige dieser Partien waren bis zum Ende ausgekämpft, aber manchmal hätte man auch noch einwenig weiterkämpfen können. Es gab auch schon viele Partien, wo sich das ausgezahlt hat. Vor allem müssen wir lernen, keine Angst vor einer Niederlage zu haben. 

In diesem Jahr ist anzuerkennen, dass die Anderen einfach eine Spur besser waren. Im nächsten Jahr nehmen wir einen neuen Anlauf zum Wiederaufstieg.

Gedankt sei unseren vielen Trainern aus Nah und Fern, die uns tatkräftig unterstützt haben. Allen voran dem Internationalen Meister Miroslav Schwarz, der uns auch vor Ort die Daumen gedrückt hat. Aber auch unsere erste Männermannschaft in Form von Jens Piotraschke und Richard Müller haben einzelne wertvolle Trainingsabende für uns gestaltet, genau wie Holger Franke von Karins Schachverein. Das war prima und hat uns sehr weiter geholfen.

Die vielen Jahre hat uns immer eine starke mannschaftliche Geschlossenheit ausgezeichnet. Die Doppelrunden wurden genutzt, um sich ausgiebig auszutauschen und die Gemeinschaft zu fördern. So waren wir in diesem Jahr beispielsweise gemeinsam beim Schwarzlicht-Minigolf in Dresden (mit einem ungefährdeten Sieg von Judith), haben die Semperoper besucht (Festveranstaltung zu 40 Jahre Wiederaufbau) oder uns in der Kulturhauptstadt Chemnitz näher umgesehen.


Von links nach rechts: Antje Moldenhauer, Christine Gebhardt, Selina Moses, Andrea Rosner, Simone Frübing, Judith Ruddat, Uta Fritsche, Christine Böhme-Ziska, Karin Timme, Bettine Bensch, Ulrike Richter.

  
Selina beim Einputten

 
Spielen unter lauter Schach-Weltmeistern: Viktoria Preißler (links), Anne Merkel und Antje Moldenhauer


Kampf gegen Leipzig Lindenau im neuen Spiellokal von SG Leipzig: Katha Weiß (rechts vorn), Andrea Rosner, Christine Gebhardt, Antje Moldenhauer, Ulrike Richter und Selina Moses (verdeckt).

Mannschaftsleiterin Antje Moldenhauer